Günther Anders (1902-1992)
Günther Anders hieß ursprünglich Günther Stern, geboren wurde er in Breslau als Sohn des Psychologenpaares Clara und William Stern.
Zu dem Namenswechsel kam es, als der Kultur-Redakteur des "Berliner Börsen-Couriers" Günther Stern riet seinen Namen zu ändern, damit der Name nicht zu oft im Blatt auftauchte. "Nennen sie sich anders", sagte er. Und Günther Stern nahm das wörtlich und unterzeichnet seinen Beitrag mit Günther Anders.
Er studierte Philosophie bei Cassirer, Heidegger und Husserl, promovierte 1923 bei Husserl.
Er verdiente sein Geld vor allem mit journalistischen Arbeiten.
1929 heiratete er Hannah Arendt.
1936 siedelte er über in die USA und damit trennten sich die Wege von ihm und Hannah Arendt.
In den USA verdiente er sein Geld mit sehr verschiedenen Arbeiten: er arbeitete als Fabrikarbeiter in Los Angeles und hatte auch für einige Zeit ein Lehrauftrag für Ästhetik an der “New School for Social Research” in New York.
1950 kehrte er nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tod 1992 in Wien.
Sein Hauptwerk ist die "Antiquiertheit des Menschen", erschienen 1956.

 Werke (Auswahl):
1928: Über das Haben. Sieben Kapitel zur Ontologie der Erkenntnis
1951: Kafka pro und kontra
1956: Die Antiquiertheit des Menschen: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution
1961: George Grosz
1962: Bert Brecht. Gespräche und Erinnerungen
1964: Wir Eichmannsöhne
1965: Philosophische Stenogramme
1967: Die Schrift and der Wand. Tagebücher 1941-1966
1978: Kosmologische Humoreske. Erzählungen
1980: Die Antiquiertheit des Menschen: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution
1982: Ketzereien
1986: Lieben gestern. Notizen zur Geschichte des Fühlens
1992: Die molussische Katakombe. Roman

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