Musik als Flucht in den tönenden Mutterleib. Flucht wovor? Vor der Konfrontation mit dem Vater-Gesetz. Allerdings verhindert immerhin die Anwesenheit des zurückgebliebenen Vater-Dritten den inzestuösen Kollaps.
Musik ist eine Spitzenform von Rationalität als selbst-autarkisierender Aneignung von Schöpfungspotenz.

"Wir glauben unterdessen, wenigstens dies schon psychoanalytisch von der Musik zu wissen: daß sie regressiv-akustisch vor dem vollen Anblick des Vater-Dritten ausweicht, bis in die Lautumhülltheit des Mutterleibes flieht, aber doch mittels des dorthin durchaus mitgenommenen unentbundenen Vater-Dritten aktivste mimesis an alle Mutterlaute in eigener Regie leistet."
Rudolf Heinz, Logik und Inzest
in: Die Eule Nr. 4, 68

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