alte ungeordnete Notizen:
Pathognostik als Kritik des Subjektivismus der Psychoanalyse: Das Unbewusste ist keine subjektive Zutat zu den Dingen, sondern das Unbewusste der Dinge selber, ihr Sinn, ihr Produktionsgrund (Phantasma). (Kritik der tautologischen Dingverfassung)
In die Dinghervorbringung geht die menschliche Triebausstattung ein.
Das Subjekt zapft in der Krankheit das Unbewusste (die Schuld) der Dinge an (Porösität des Selbst).
Die Tabuverletzung, der Geheimnisverrat, der in der Krankheit steckt, führt zur Selbstbestrafung.
Krankheit ist scheiternde Bewusstheit. Normalität ist Unbewusstheit.
Worin besteht letztlich die in die Dinge und ihren reibungslosen Gebrauch hinein verschlossene Schuld?
Dies ist das "Urverbrechen": die Selbst-Konstitution auf der Basis des Opfers des eigenen Ursprungs, des Opfers des Anderen, des Mutterkörpers als des Ursprungs (Dinge sind Dokumente des untergegangenen Ödipus-Komplexes).
Es findet eine Entschuldung durch tote Dinge statt.
Produktion des Unbewussten:
Selbstsetzung eines Teils unter Verleugnung des Ganzen, zur Dominanz des Gesamtprozesses, Selbstverschließung, Ausblendung der Genealogie (Tautologie).
Verschiebung des Unbewussten vom Subjekt ins Objekt.
Adaptiv notwendige Verschlussform; doppelte konsumatorisch aufeinander bezogene Unbewusstheit des autonomen Ichs und des tautologischen Dinges.
Notizen aus Seminaren von Rudolf Heinz (Mitte der 80er Jahre)

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