Tod
Helmut Brandt: Allusion (2003)

 
Das Leben in seiner fragilen Verheißung schützt uns nicht vor der Gewissheit der Endlichkeit. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Kraft zu leben auch zum Sterben reicht.

"... gleichsam eine einzelne und stets vibrierende Klinge, dazu bestimmt, mit einem Schlag und für immer zerbrochen zu werden, eine reine Lebensleidenschaft konfrontiert mit einem totalen Tod, er spürte heute, wie das Leben, die Jugend, die Menschen ihm entglitten, ohne sie in irgend etwas retten zu können, und nur der blinden Hoffnung hingegeben, jene auch in härtesten Situationen gleich starke dunkle Kraft, die ihn so viele Jahre über die Tage getragen, uneingeschränkt gestärkt hatte, möge ihn mit der gleichen rastlosen Großzügigkeit, mit der sie ihm Gründe zu leben gegeben hatte, Gründe dafür liefern, alt zu werden und ohne Aufbegehren zu sterben."
Albert Camus, Der erste Mensch, 313
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