Sprache

 
Schreiben ist eine Begegnung mit sich selbst. Doch das Erleben ist etwas Dunkles, Verborgenes, es entzieht sich, es verweigert sich einer Aneignung. Das Selbst ist eine Flucht. Darum die Askese in der Suche nach sich, als ein Sich-selbst-aussetzen, als ein Kampf um die Nähe zu sich.

"Wenn das Schreiben mehr als ein Spiel oder ein Spieleinsatz sein will, dann ist es nichts anderes als eine lange, endlose Arbeit der Askese, eine Art und Weise, sich von sich selbst zu lösen, indem man sich selbst überwindet: indem man sich selbst wird, weil man den anderen, der man stets ist, erkannt und zur Welt gebracht haben wird."
Jorge Semprun, Schreiben oder Leben, 347
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