Leben
Helmut Brandt: "Altamira"


 
Spätestens gegen Ende kommen Leiden und Schmerz, und danach der Tod - zunächst sinnlose Qual und dann sinnlose Vernichtung. Weshalb gibt es die menschliche Existenz, wo sie doch letztlich ein absurder und absoluter Fehler ist? Die Vorstellung einer abzubüßenden Schuld ist ein hilfloses Bild für die Sinnlosigkeit des Lebens.

"Der rechte Maaßstab zur Beurtheilung eines jeden Menschen ist, daß er eigentlich ein Wesen sei, welches gar nicht existiren sollte, sondern sein Daseyn abbüßt durch vielgestaltetes Leiden und Tod: - was kann man von einem solchen erwarten? Sind wir denn nicht Alle zum Tode verurtheilte Sünder? Wir büßen unsere Geburt erstlich durch das Leben und zweitens durch das Sterben ab. - Dies allegorisirt auch die Erbsünde."
Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena II, Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt, 156, 329 (Anmerkung)
Name  PW