Erfahrung
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Wahrnehmung im emphatischen Sinne ist mehr als ein beiläufiges Zu-Kenntnis-nehmen, sie ist ein Wahr-Nehmen einer Einmaligkeit. Sie ist eine Art Übergang vom Subjekt zum Objekt.

"Die erste Phase der Wahrnehmung ist eine Grenzlinie, die um den wahrzunehmenden Gegenstand gezogen wird. Ein ästhetisches Bild stellt sich uns entweder im Raum oder in der Zeit dar. Hörbares stellt sich in der Zeit, Sichtbares stellt sich im Raum dar. Aber, ob zeitlich oder räumlich, das ästhetische Bild wird zuerst leuchtend wahrgenommen als etwas sich selbst Umgrenzendes, in sich selber Ruhendes vor dem unermeßlichen Hintergrund von Raum oder Zeit, welcher nicht es ist."
James Joyce, Ein Porträt des Künstlers als Junger Mann, 239
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