Selbst
Helmut Brandt: "Altamira"


 
Das Lachen ist ein Zugeständnis an die Nichtigkeit des Daseins, die in der Ernsthaftigkeit ausgeschlossen wird. So kehrt im Lachen etwas zurück, das in der Ernsthaftigkeit verleugnet wird. Ohne die das Leben reduzierende Ernsthaftigkeit gäbe es das Lachen und das Lächerliche nicht.

"Was mit dem Lachen ausgespielt und ergriffen wird, ist diese geheime Zugehörigkeit des Nichtigen zum Dasein; sie wird ergriffen und ausgespielt, nicht in der Weise des ausgrenzenden Ernstes, der es nur als das Nichtige von sich weghalten kann, sondern so, daß es in der es ausgrenzenden Ordnung selbst gleichsam als zu ihr gehörig sichtbar und lautbar wird."
Joachim Ritter, Über das Lachen
in: Subjektivität, 76
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