Aufbruch
Helmut Brandt: ohne Titel


 
Angesichts der Weite und der unendlichen Bewegung des Meeres scheinen sich die Grenzen der Individualität aufzulösen, das Vereinzelte, Begrenzte verliert an Bedeutung. Insofern symbolisiert das Meer das Leben.

"Allenthalben wird das Meer als das Symbol des Lebens empfunden: seine ewig formwandelnde Bewegung, die Unergründlichkeit seiner Tiefen, der Wechsel zwischen Glätte und Aufgewühltsein, sein Sichverlieren am Horizont und das ziellose Spiel seines Rhythmus - alles dies gestattet der Seele, ihr eigenes Lebensgefühl in das Meer zu transponieren. (...) Das Meer erlöst uns von der unmittelbaren Gegebenheit und bloß relativen Quantität des Lebens durch die überwältigende Dynamik, die das Leben mittels seiner eigenen Formen über sich hinausführt."
Georg Simmel, Die Alpen
in: Philosophische Kultur, 147f.
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