Erfahrung
Helmut Brandt: ohne Titel


 
Als Sartre mit dem Rauchen aufhörte, empfand er sein Leben als verarmt. Viele Situationen waren mit dem Rauchen verbunden - das Rauchen nach dem Essen, das Rauchen bei der Arbeit, usw. Es waren Kristallisationen, die Situationen aufwerteten und die zerfielen mit dem Verlust des Rauchens.

"Rauchen ist eine zerstörerisch aneignende Reaktion. Der Tabak ist ein Symbol des 'angeeigneten' Seins, da er im Rhythmus meines Atems in einer Art 'fortwährender' Zerstörung vernichtet wird, da er in mich übergeht und sich seine Verwandlung in mich selbst symbolisch durch die Transformation des konsumierten Festen in Rauch manifestiert. Die Verbindung der beim Rauchen gesehenen Landschaft mit diesem kleinen Brandopfer war so, daß dieses, wie wir gesehen haben, so etwas wie das Symbol von jener war. Das bedeutet also, daß die Reaktion der zerstörerischen Aneignung des Tabaks symbolisch einer aneignenden Zerstörung der ganzen Welt entsprach."
Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts, 1021
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