Aufbruch
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Das Leben ist eine fortwährende Reise. Es gibt das Innehalten, die Rückkehr und das erneute Aufbrechen. Und so wie wir den Reichtum, die Schönheit der Erde erkennen, verstehen wir auch die entschlüsselten Zeichen in uns. Der Schmerz der Wandlung gebärt die Vision.

"Es findet immer eine Reise statt, die öfters - real oder fiktiv - neu ansetzt. Diese Reise hat die Struktur einer Rückkehr aus der größten Ferne: nach Griechenland, nach Asien, nach Persien, nach Mexiko, usf. Die Erde zeigt sich ob solcher Neigung vielseitig und wunderbar. Landschaften, Flüsse und Städte handeln als lebendige Gegenüber und setzen Zeichen, die der Reisende zu seiner eigenen Überraschung versteht. Die Sprache der Dinge wird geradezu notwendig. Zufälle gibt es nicht mehr. Die Schlüssel passen nun zu den Hieroglyphen. Mit dem Schmerz wächst die visionäre Kraft. Die Reise wird zur Initiation, zu einer Art Selbstopfer."
Dietmar Kamper, Der gebrochene Bogen
in: Kamper/Wulf (Hg.), Das Schicksal der Liebe, 89f.
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