Sprache
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Was ich sehe, kann ich nicht in Sprache übersetzen. Sie bleibt unzulänglich, wenn es darum geht, der Komplexität der sinnlichen Wahrnehmung Ausdruck zu verleihen. Sprache ordnet, definiert, beschreibt, bleibt aber letztlich ein Gerüst, das zwar metaphernreich umrankt werden kann, aber nie die Räume des Erlebens erreicht.

"Vergeblich spricht man das aus, was man sieht: das, was man sieht, liegt nie in dem, was man sagt; und vergeblich zeigt man durch Bilder, Metaphern, Vergleiche das, was man zu sagen im Begriff ist. Der Ort, an dem sie erglänzen, ist nicht der, den die Augen freilegen, sondern der, den die syntaktische Abfolge definiert."
Michel Foucault, Die Ordnung der Dinge, 38
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