Rückzug
Helmut Brandt: ohne Titel

 
All das, was den Menschen von außen als Glücksversprechen verführt, ist trügerisch und vergänglich. Es sind die inneren Quellen, die Selbstgenügsamkeit, aus denen sich das Glück verlässlich speist.

"Das Glück gehört Denen, die sich selber genügen. Denn alle äußern Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, mißlich, vergänglich und dem Zufall unterworfen, dürften daher, selbst unter den günstigsten Umständen, leicht stocken; ja, Dieses ist unvermeidlich, sofern sie doch nicht stets zur Hand seyn können. Im Alter nun gar versiegen sie fast alle nothwendig: denn da verläßt uns Liebe, Scherz, Reiselust, Pferdelust und Tauglichkeit für die Gesellschaft: sogar die Freunde und Verwandten entführt uns der Tod. Da kommt es denn, mehr als je, darauf an, was Einer an sich selber habe."
Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena I. Aphorismen zur Lebensweisheit, 331
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