Sprache
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Sprache vermittelt uns die Welt und trennt uns gleichzeitig von ihr. Sie ist uns selbst äußerlich und gleichzeitig Ausdruck der Trennung von der Wirklichkeit, ihres Verlustes, sie scheitert grundsätzlich mit ihrem Anspruch, Berührung des Wirklichen zu sein.

"Wenn uns des öfteren einfällt, daß wir auf immer von der Sprache getrennt sind, dann, weil sie die Trennung ist und nur die Trennung sagt. Und wenn wir uns ihren Mächten überantworten, die denen der Magie so nahe kommen, dann können wir, von ihr mitgerissen und von ihrer Schönheit beglückt, zu einer unerhörten Wahrheit gelangen, weil sie das entfernte, insistierende Echo all unserer Verluste ist."
Jean-Bertrand Pontalis, Ins Beginnen verliebt, 174f.
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