Sprache
Helmut Brandt: Schriftspuren

 
Dem Schreiben, in dem man sich verliert an die Sprache, an den Ausdruck, entspricht der Text im Unterschied zum Werk (der Text ist offen, das Werk geschlossen). Dieses Schreiben ist eine Öffnung auf eine Unendlichkeit, in der man sich nicht wiederfindet.

"Als Entfaltung des Signifikanten schlägt sich der »Text« oft dramatisch mit dem Signifikat herum, das dazu neigt, in ihm wiederzukehren: unterliegt er dieser Wiederkehr, triumphiert das Signifikat, hört der Text auf, »Text« zu sein, wird in ihm das Stereotyp zur Wahrheit, anstatt das spielerische Objekt einer zweiten Kombinatorik zu sein. Es ist also logisch, daß der Text seinen Ausführer in das verstrickt, was sich als Drama des Schreibens bezeichnen läßt."
Roland Barthes, Junge Forscher; in: Das Rauschen der Sprache, 97f.
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