Leben
Helmut Brandt: "Altamira"


 
Das Leben ist vergeblich und trostlos, es ist ein sinnloses Auf und Ab, ein Sich-verlieren in Anfänge und Aufbrüche, die sich niemals vollenden.

"Ebbe und Flut, Licht und Dunkelheit, Leben und Tod. Das sich Wiederholende ist das Bleibende. Das in sich Kreisende das Ewige. Kein Anfang, kein Ende und keine Vollendung. Das unfertige Bild, die aufgegebene Fuge, der abgebrochene Satz, ausgeführt bis zum Augenblick des Todes. Variationen der vergeblichen Bemühungen eines Lebens. Ein Schauspiel ohne Handlung, Ablauf unbekannt, Personal und Ort nur Zufall, die Erzählung Fiktion, der Bericht Konstruktion des Menschen, Behauptung eines Schicksals, unerkannte Gleichzeitigkeit, unbewußte Erinnerung, Jahre des Vergessens, sinnlose Fragmente, unzusammenhängend. Das unvollendete Bild des Menschen. Das stille Zimmer und das ununterbrochene stumme Sprechen. Worte, die keiner versteht."
Dieter Forte, Auf der anderen Seite der Welt, 150f.
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