Sprache
Helmut Brandt: Schriftspuren

 
Der Text ist das, was sich nicht schließt, er entsteht aus einem Schreiben, das immer wieder neu ansetzt und sich verliert in der Bewegung der Schrift.

"Die Idee des Buches ist die Idee einer endlichen oder unendlichen Totalität des Signifikanten; diese Totalität kann eine Totalität nur sein, wenn vor ihr eine schon konstituierte Totalität des Signifikats besteht, die deren Einschreibung und deren Zeichen überwacht und die als ideale von ihr unabhängig ist. Die Idee des Buches, die immer auf eine natürliche Totalität verweist, ist dem Sinn der Schrift zutiefst fremd. (...) Wenn wir den Text vom Buch abheben, dann wollen wir damit sagen, daß der Untergang des Buches, wie er sich heute in allen Bereichen ankündigt, die Oberfläche des Textes bloßlegt."
Jacques Derrida, Grammatologie, 35
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