Liebe
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Eifersucht als Einbruch der Realität in die Täuschung, die die Liebe ist. Eifersucht als die Erfahrung des Anderen als jemand jenseits meiner selbst.

"Eifersucht als wirklicher Schmerz darüber, daß ein Wesen, das uns ausfüllt, zugleich außen ist. Ein Traumschreck bei hellichtem Tag. Eifersucht hat mit der Liebe der Geschlechter weniger zu tun, als es scheint; es ist die Kluft zwischen der Welt und dem Wahn, die Eifersucht im engern Sinn nur eine Fußnote dazu, Schock: die Welt deckt sich mit dem Partner, nicht mit mir, die Liebe hat mich nur mit meinem Wahn vereint."
Max Frisch, Mein Name sei Gantenbein, 244
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