Zeit
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Kann man das Warten so verdichten, dass eine Grenze überschritten und das Warten zu einer mystischen Erfahrung wird?

"Wer im Warten lebt, sieht das Leben auf sich zukommen als die Leere des Wartens und das Warten selbst als eine Leere jenseits des Lebens. Die schwankende Verschwommenheit dieser beiden Vorgänge ist von nun an der Raum des Wartens. Bei jedem Schritt ist man hier, und trotzdem drüben. Wie man aber dies Jenseits erreicht, nur nicht durch den Tod, so wartet man auch darauf und erreicht es nicht; ohne dabei zu wissen, daß das Wesen dieses Jenseits gerade darin besteht, daß man es nur im Warten selber erreichen kann."
Maurice Blanchot, Warten Vergessen, 42f.
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