Aufbruch
Helmut Brandt: ohne Titel


 
Auch in einigen Sprachen zeigt sich der Zusammenhang zwischen dem Meer und der Zeit: die Worte "Zeit" und "Gezeiten" im Deutschen oder "time" und "tides" im Englischen.

"Ich bin immer ein Anhänger der Vorstellung gewesen, daß Gott die Zeit ist, oder zumindest daß Sein Geist es ist. (...) Jedenfalls habe ich immer gedacht, wenn der Geist Gottes auf dem Wasser schwebte, dann muß das Wasser Ihn gespiegelt haben. Daher meine Empfänglichkeit für das Wasser, für seine Falten, Runzeln und Kräuselungen, und, da ich ein Mensch des Nordens bin, für sein Grau. Ich glaube einfach, daß das Wasser das Bild der Zeit ist, und immer zum Jahreswechsel versuche ich - in ein wenig heidnischer Weise -, dem Wasser nahe zu sein, am liebsten in der Nähe eines Meeres oder Ozeans, um zu beobachten, wie eine neue Zuteilung, eine neue Gabe von Zeit daraus emportaucht."
Joseph Brodsky, Ufer der Verlorenen, 40
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