Don DeLillo (1936)
Seine Eltern stammten aus Italien, er wuchs auf in der Bronx, New York City. Er verbrachte viel Zeit auf der Strasse mit anderen Kindern. Seine Erziehung war katholisch geprägt.
DeLillo besuchte die Cardinal Hayes High School ("Dort schlief ich vier Jahre."), später das Fordham College. Er studierte dann an der Fordham Universität. Die Inhalte des Studiums interessierten ihn wenig, im Unterschied zum Leben in der Stadt: Musik, Kino, Kunst. Später arbeitete er für eine Werbeagentur. Diesen Job gab er nach einigen Jahren auf, weil er keine Lust mehr an ihm hatte.
Er begann zu schreiben, aber ohne recht zu wissen, was er wollte. Jeden Tag hatte er andere Ideen. Und dann schrieb er sein erstes Buch: "Americana". Er brauchte dafür vier Jahre. Danach wußte er, daß er ein Schriftsteller war.
1975 heiratete er.
Während der Arbeit an "Die Namen" (1982) lebte DeLillo drei Jahre in Griechenland und reiste durch den Nahen Osten und durch Indien. In dieser Zeit - sagte er - habe er eine Klarheit im Sehen und Zuhören gefunden, dank der Fremdheit der Länder und Sprachen. Und er versuchte dieser Aufmerksamkeit in seinem Schreiben zu entsprechen.
Zurückgekehrt in die USA, nahm er das Leben in den USA auf eine andere Weise wahr. Und er schrieb "Weißes Rauschen" (1985).

 Werke in deutscher Übersetzung:
1971: Americana (1995) •
1977: Spieler (2001) •
1978: Bluthunde (1999) •
1982: Die Namen (1994) •
1984: Weißes Rauschen (1987) •
1988: Sieben Sekunden (1991) •
1991: Mao II (1992) •
1997: Unterwelt (1998) •
2001: Körperzeit (2001) •
2003: Cosmopolis (2003) •
2007: Falling Man (2007) •
2010: Der Omega-Punkt (2010) •