Das Mit-sich-Identische ist aus pathognostischer Sicht die Gestalt des entäußerten Todes, die Verschlussform der Gewalt. Wie könnte ein Sprechen darüber diesen Zusammenhang öffnen, ohne dieser Mortalität zu verfallen? Denn Sprechen und Schreiben verpflichten sich auf Identität.
Dass die Texte von Rudolf Heinz sich einem aneignenden Verständnis verweigern, dürfte sich dieser Aporie verdanken. Kann die Invertierung des "mortalen Sprachabwurfs" "in seinen Fühlbarkeitsraum" mehr sein als das Scheitern des Ausdrucks? Es gibt keine Möglichkeit, der Todestriebentäußerung zu entgehen.

"Eigentlich müßte jeder mortale Sprachabwurf an Gedanken auf der Stelle in seinen Fühlbarkeitsraum hinein invertiert werden; anders nämlich verbleibt selbst der höchste Freiheitsgehalt eingesperrt, und mehr noch wird er schließlich von seinem Todesenvironment der Verbalität ganz absorbiert."
Rudolf Heinz, Shame and Scandal in the Family; in: Die Eule 1982, 151

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