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Helmut Brandt: Letter to Mr Kelly

 
Wahrhaftig über sich sprechen oder schreiben geschieht am Rande des Verstummens. Es bleibt nur die Annäherung an ein unerreichbares Ziel, ein aufgeschobenes Scheitern. Ein brüchiges Suchen, das sich immer wieder zurücknimmt. Unabschließbar und unendlich.

"Das Drama - und die Stärke - aller »wahren« Bekenntnisse ist indes, daß man nur mit Blick auf jenen Moment zu sprechen beginnt, in dem man nicht wird fortfahren können: es will etwas gesagt sein, was man nicht sagen kann; es muß nicht unbedingt skandalös sein, es ist vielleicht mehr als banal, eine Lücke, eine Leere, ein Bereich, der kein Licht verträgt, weil es seine Natur ist, nicht erhellt werden zu können: Geheimnis ohne Geheimnis, dessen erbrochenes Siegel das Verstummen selber ist."
Maurice Blanchot, Kampf mit dem Engel; Nachwort in: Michel Leiris, Die Spielregel 1. Streichungen, 391
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