Aufbruch
Helmut Brandt: ohne Titel


 
Unter dem Licht des Himmels das Schimmern des Meeres, seine abweisende Unendlichkeit, seine erbarmungslose Schönheit, seine intensive Gegenwart als Erscheinung des Todes. Oberfläche ohne Tiefe, nur Spiegel.

"Im Licht des Meeres gewinnen die sichtbaren Dinge eine absolute Intensität, zu eindringlich für die sie wahrnehmenden Sinne, nicht mehr erträgliche Epiphanie. Apoll, der Marsyas die Haut abzieht. Mehr als der Abgrund oder der Leviathan der Tiefe ist es die Oberfläche des Meeres, die die Vernichtung aufscheinen läßt, ist es ihre Transparenz des Nichts, ihr die Sinne blendender Widerschein, welche auf Halbschatten, auf gedämpfte Töne, auf Mittelmaß angewiesen sind."
Claudio Magris, Die Welt en gros und en détail, 218
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