Aufbruch
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Im Bereisen ferner Länder und Orte verwandelt sich die Ankunft in Ankommen. Noch ist man der, dem man zu entfliehen sucht, um dem zu begegnen, der das Ziel seiner Sehnsucht erkennt.

"Bei weiten Reisen gibt es unweigerlich stets eine zweite Ankunft: die, wenn man wirklich angekommen ist. Die erste, eigentliche Ankunft zählt dann bereits nicht mehr - sie gehört noch zu demjenigen, der man jetzt nicht mehr sein will, den man in jenem anderen Erdteil zurücklassen wollte, der im Flugzeug, im Taxi zum Hotel jedoch an einem hängenblieb, der lästigerweise nicht von einem weichen sollte, während man unterwegs zu jenem erträumten Augenblick war, da der Reisende eins wird mit dem Bild seiner Sehnsucht, dessentwegen er sich auf die Reise begeben hat."
Cees Nooteboom, Im Frühling der Tau, 196
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