"Die Wörter waren verschwunden und mit ihnen die Bedeutung der Dinge, ihre Verwendungsweisen, die schwachen Markierungen, die die Menschen auf ihrer Oberfläche eingezeichnet haben. (...) Die Existenz hatte sich plötzlich enthüllt. Sie hatte die Harmlosigkeit einer abstrakten Kategorie verloren: sie war der eigentliche Teig der Dinge, diese Wurzel war in Existenz eingeknetet. Oder vielmehr, die Wurzel, das Gitter des Parks, die Bank, das spärliche Gras des Rasens, das alles war verschwunden; die Vielfalt der Dinge, ihre Individualität waren nur Schein, Firnis. Dieser Firnis war geschmolzen, zurück blieben monströse und wabbelige Massen, ungeordnet – nackt, von einer erschreckenden und obszönen Nacktheit."
Jean-Paul Sartre, Der Ekel, 144f.

Nimmt man die Dinge in ihrer Existenz wahr, verlieren sie ihre Bedeutung, ihren symbolischen Kontext. Existenz ist Grundlosigkeit, Kontingenz, die Dinge sind einfach da, ohne Rechtfertigung. Als solche sind sie Manifestationen des Grauens. Das Subjekt wird ins Gestaltlose zurückgesogen, es verliert die Kraft der Vergegenständlichung, seine Konsistenz, die sich seiner Negativität verdankt.
Mit dem Zerfall des Subjekts tritt die nackte Existenz der Dinge hervor, der Verlust ihrer repräsentierenden Bannung ist die Auflösung des Subjekts. Es ist eine primordiale Erfahrung, die dem Rücksog in den Mutterleib entspricht.

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