Sprache
Helmut Brandt: Letter to Mr Kelly

 
Schreibend versucht man, den Schrecken der Existenz zu bannen, dem Elend, dem Leiden, der Angst, dem Überdruss, der Leere eine Gestalt zu geben. Letztlich scheitern wir dabei, und es bleibt nur der Stolz des Aufbäumens.

"Vielleicht vermag das Schreiben der absoluten Trostlosigkeit, dem Nichts des Lebens, jenen Augenblicken, in denen es nur Leere, Mangel, Schrecken gibt, nicht wahrhaft Ausdruck zu verleihen. Allein die Tatsache, daß man darüber schreibt, füllt in gewisser Weise jene Leere wieder auf, gibt ihr eine Form, macht den Schrecken mitteilbar und triumphiert über ihn - und sei es auch nur um ein weniges."
Claudio Magris, Donau, 137
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