Selbst
Helmut Brandt: Mauertattoo

 
Tief im Inneren birgt der Mensch sein wohl bitterstes Geheimnis: die Ödnis seiner Seele. Diese echolose Leere, die laute Stille, der narrende Schattentanz eines konturlosen Nichts treiben ihn in die dunkelsten Winkel der Einsamkeit.

"Dieses Ich, das ein anderer ist. Als wäre die eigene Mitte identisch mit einer unbewohnbaren Leere. Ein Niemandsland; voller Schemen und Schatten. Und die Einsamkeit Ort der Täuschung ebenso wie ein Ort der Wahrheit. Daß das, was mein Innerstes ausmacht, sich, je näher ich mir in dieser Einsamkeit komme, in Nichts auflöst."
Raoul Schrott, Tristan da Cunha, 702
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