Sprache
Helmut Brandt: Avant la Lettre


 
Lesen kann mitunter durchaus als Abkehr von der Welt gesehen werden. Lesen ist ist eine willkommene Möglichkeit, die Welt außen vor zu lassen. Ein sicheres Versteck vor den Verführungen und Anforderungen des alltäglichen Lebens.

"... daß nämlich Lesen allezeit und für jedermann vielleicht nie etwas anderes war, als sich auf einen Punkt zu konzentrieren, um von dem unkontrollierbaren Fortgleiten der Welt nicht verführt, und nicht zerstört, zu werden. Nichts läse man, gar nichts, wenn nicht aus Angst. Oder um die Versuchung eines zerstörerischen Wunsches abzuwehren, der man, wie man weiß, nicht widerstehen kann. Man liest, um nicht zum Fenster aufzuschauen."
Alessandro Baricco, Land aus Glas, 70
Name  PW